„Das Wort vor der Predigt“ – „Offline-Modus“ ©

Text: Gerhard Bruno Brückmann (23.06.2013) ©
1. MOGO // Fliegenberg (Martin-Luther Kirche)

Als OFFLINE wird der Zustand bez., indem ein Gerät, das über eine Kommunikationsschnittstelle verfügt, nicht bereit ist, Daten über diese Schnittstelle zu empfangen oder zu senden!   –  (Gegenteil ist Online).

Wir sind unglaublich vernetzt und verlinkt!

Wir benutzen PCs, Macbooks, Smartphones, Navis, Digital-Kameras, Google-Maps, Whats App, Facebook, Twitter und Myspace, versenden SMS, MMS, Skypen und Googlen wie die Besessenen, abgesehen vom Telefonieren…

Die umfangreiche Liste der digitalen Funktionen ist erschreckend lang!

“Je stärker unser Leben digital gesteuert wird, umso größer werden die Risiken!“ (Prof. Dr. Meinel/ Potsdam).

Wir hetzen von einem Termin zum anderen. Alles muß sofort erledigt werden ! Diesem Tempo können wir auf Dauer nicht mithalten.

Wir sind stets erreichbar und müssen jedem alles sofort mitteilen. Das ist alles sehr wichtig!? Beim Sport brauchen wir die musikal. Berieselung (Joggen mit Walkman), ebenso die permanente distanzlose Beschallung während einer Berichterstattung im Radio. Hecktische Rhythmen musikal. dramatischer Untermalung dienen als Aufputschmittel der Sensationen!
Medienwahnsinn! Übertriebene Werbung – gaukelt uns die Notwendigkeit versch. Bedürfnisse vor. Der Mensch steht unter einem ungeheuren Druck. Unmenschlicher Wettbewerb, Einschaltquoten, Umsatzsteigerung, von allem mehr und schneller!
(Turmbau zu Babel?)

Die Folgen:
Totale Reizüberflutung! Frust, Versagensängste, Verlust des Selbstwertgefühls, Depressionen, Bournout, Herzinfarkt, Schlaganfall…Tod?!

Hierzu einige Tipps:
Wir legen bei unserem Bike auch mal einen anderen Gang ein und fahren auch nicht permanent am  High-Speed-Limit!
So, wie wir unsere Maschine brauchen, benötigt sie uns auch! Wir dürfen sie nicht überdrehen, ebenso wenig, wie wir uns!
Abgesehen von einer längeren Lebenszeit beider, könnten wir  insbesonders die  Lebens – Qualität steigern!
Das Tempo drosseln und dem jeweiligen Biorhythmus anpassen; selbstverständlich abgesehen von der Einhaltung der StVO!
Häufiger kl. Pausen einlegen, sich in Geduld üben, von den Tieren lernen :
Wenn man ißt – ißt man, wenn ich spreche – spreche ich, wenn ich höre – höre ich und wenn ich Motorrad fahre – schaue ich kein Fernsehen!
Nicht alles gleichzeitig machen wollen, das macht krank und Unfälle sind vorprogrammiert!

  • Jeder kennt den Spruch: “Guckst Du blöd, fährst Du blöd!“
  • Die eigene körperliche und seelische Verfassung ist mit auschlaggebend!
  • „Bist Du schlecht drauf, (keine innere Mitte) fährst Du schlecht!“ (GBB).

Jeder kann seinen eigenen „Jakobsweg“ bestimmen! Man soll sich Zeit nehmen zum Hören, Zeit zum Sehen, Zeit zum Wahrnehmen, Zeit zum Empfinden und Verarbeiten!
Also : Anstelle von 3.800 Fotos mit der Digital-Kamera zu machen, speichert es lieber auf Eurer „Inneren Festplatte“.

Ansonsten, schaltet ab! – Seid OFFLINE!!
Keinen „Stand by Modus“ !
Sucht Euren eigenen Weg der Ruhe!

Für die einen ist es  der  Wald, die Natur?!
Für den anderen ist es die Kirche!?
Macht Euch nicht abhängig von äußeren Dingen, die Euer leben bestimmen!
Oberflächliche Werte, gesellschaftliche Zwänge? Befreien wir uns weitgehend davon und kehren zu uns selbst zurück! Entgiften wir uns selbst! Meditieren wir.

Vertrauen wir auf Gott!!
Gehen wir „Schritte der Achtsamkeit“.  Üben wir Toleranz, auch im Straßenverkehr!
„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist – Gott aber sieht ins Herz!“
„Man soll den Menschen nicht nach seinen Worten, sondern nach seinem Tun beurteilen!“  (Antoine de Exupery/Der kl. Prinz)

(Bibel : „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“…)
Aus dem zeitweiligen Stillsein und dem Glauben an Gott erwächst die Kraft und Zuversicht und schafft Perspektiven!
Diese wiederum, beflügelt unsere Motivation!
Und Motivation, ist der Motor unseres täglichen Daseins!!  – Amen –

Gerhard B. Brückmann

Anläßlich des 1. Motorrad-Gottesdienstes in Fliegenberg:
23. Juni. 2013, 11:00, Martin-Luther Kirche (Pastorin : Dr. Anke Mühling)